Warum LL.M. Legal Tech?

Die Digitalisierung wird das juristische Arbeiten nachhaltig verändern: Big Data, Künstliche Intelligenz und Smart Contracts sind in aller Munde. Moderne IT beschleunigt die Kommunikation mit Mandanten, Gerichten und Behörden. Intelligente Kanzleisoftware erleichtert die tägliche Arbeit. Digitale Analysetools helfen, riesige Datenmengen sekundenschnell juristisch aufzuarbeiten.

Lernen Sie, wie sich mit Chatbots, intelligenten Suchmaschinen und Beratungsplattformen im Internet neue Geschäftsmodelle erschließen lassen. Erfahren Sie mehr über online-Formen alternativer Streitbeilegung. Hören Sie, was Algorithmen wirklich können und wie man sie rechtskonform ausgestalten muss. Staunen Sie über die Abgründe von Cybercrime, um zu verstehen, wie man seine Daten effektiv sichert.

Und unterrichten Sie sich über den aktuellen Stand der juristischen Diskussion in den wichtigsten Anwendungsfeldern von Digital Law: IT- und IP-Recht, Verbraucherschutz, e-Commerce, FinTech, Arbeitsrecht, Datenschutz.

Der von ausgewiesenen Experten aus Rechtswissenschaft und Informatik gemeinsam konzipierte Studiengang kombiniert wissenschaftlich fundiertes Fachwissen mit dem für den beruflichen Alltag entscheidenden Praxisbezug.

Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Digitalisierung und erleben Sie, welche enormen Chancen Legal Tech für Juristen bietet!

Konzept des Studiengangs

Der Studiengang ist in 9 Lerneinheiten gegliedert. Die Module sind so gestaltet, dass auf der Basis der Vorkenntnisse der Teilnehmer ein einheitliches, anwendungsbezogenes Wissensniveau im Bereich Legal Tech erreicht wird.

Einzelheiten finden Sie im Modulhandbuch, das Sie hier herunterladen können.

Daneben können Sie hier die Studien- und Prüfungsordnung herunterladen. 

Der Stoff wird durch Vorlesungen und Übungen in Kleingruppen vermittelt. Vorkenntnisse in Informatik sind nicht erforderlich. Erwünscht ist nur die Bereitschaft, sich in die Digitalisierung einzuarbeiten. Mitarbeiter der Lehrstühle für Medien- und Wirtschaftsinformatik mit jahrelanger Unterrichtserfahrung führen in die Entwicklung und Anwendung juristischer Software ein.

In der Masterarbeit als wissenschaftlich fundierter Abschlussarbeit sollen die Teilnehmer zeigen, dass sie über die im Bereich des Legal Tech notwendigen Kenntnisse verfügen. Das Thema sollte idealerweise aus der Praxis stammen und Fragestellungen betreffen, mit denen die Teilnehmer in ihren Kanzleien, Unternehmen oder Behörden bereits konfrontiert sind.

Studienverlauf

Der Studienverlauf sieht im ersten Semester eine intensive Einführung in die Grundlagen der Rechtsinformatik vor, bei der auch ethische und psychologische Gesichtspunkte zur Sprache kommen sollen. Anschließend werden die technischen und rechtlichen Grundlagen des Einsatzes von Legal Tech in den wichtigsten juristischen Bereichen, d.h. bei Gerichten, Behörden und in der Anwaltschaft vermittelt. Sie sollen die Studierenden in die Lage versetzen, Möglichkeiten und Grenzen eines Einsatzes von Legal Tech Anwendungen in rechtlicher und technischer Hinsicht zu beurteilen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Vermittlung der Grundkonzepte von Data Science und Big Data. Hierbei geht es um die Möglichkeiten der Wissensrepräsentation und der Wissensmodellierung. In praktischen Übungen lernen die Studierenden die Architektur und die Einsatzmöglichkeiten wissensbasierter Systeme im juristischen Bereich kennen. In den drei stärker juristisch geprägten Modulen Digital Law I-III beschäftigen sich die Studierenden sodann mit den Rechtsfragen der Digitalisierung, wie etwa IT-Recht, IP-Recht, Datenschutz, Haftung, digitales Vertragsrecht, Rechtsfragen der digitalen Arbeitswelt, Verbraucherschutz, Digital Dispute Resolution sowie der rechtlichen Regulierung von Algorithmen.

Das zweite Semester beginnt mit dem Thema Entwicklung von Software für den juristischen Bereich, bei dem die Studierenden eigene Konzepte für Legal Tech Geschäftsmodelle entwerfen und erproben sollen. Danach werden Aspekte der Globalisierung und Internationalisierung von Legal Tech diskutiert, wobei der Schwerpunkt auf der Informationssicherheit liegt, die durch die unterschiedlichsten Formen von Cyberkriminalität bedroht wird. Die Studierenden lernen verschiedene Bedrohungsszenarien kennen und erfahren, wie man ihnen effizient und in rechtlich zulässiger Weise begegnet.